Samstag, 25. Dezember 2010

Freitag 24. Dezember







Weihnachten!! -Verzeihung- heilig Abend. Und da fas fest ja erst abends ist hatten wir den ganzen Tag Zeit für die Vorbereitung. In mein Aufgabenbereich fiel da das zubereiten des Festmahls. Man mag es kaum glauben aber ich benötigte dafür den ganzen Vormittag. Und nach dem leberknödelsuppenmittagessen noch mal 2 Stunden. Vor der Kirche hatte ich dann aber trotzdem noch Zeit ein paar geschenkchen und mich selbst in festliche Verpackung einzuwickeln. Die Kirche, die wolgemerkt bereits um vier war, war wie immer Weihnachten brechend voll und jung und alt schauten dem krippenspiel der jungen Schauspieler zu. Nachdem feierlich durch Stille Nacht geschlossen wurde sagte man dem ein oder anderen noch frohes fest und dann stapften wir durch die inzwischen tief verschneite Landschaft in unser warmes weihnachtlich geschmücktes Haus. Da es erst fünf nachmittags war und unsere Meinung nach zu früh für Bescherung wurden zwar die geschenkchen schon hingerichtet aber der familienchor sang erstmal mit Klavier (Tami) und Gitarrenbegleitung (Viki) in fast richtigen tonen Weihnachtslieder. Nach alle Jahre wieder, Rudolf The Red nose reindeer und Co bereitete ich die vorspeise zu (Siehe oben) wenn man der Meinung meiner Familienmitglieder glauben schenken darf war es ganz gut ;) dann gab jeder eine weihnachtsgeschichte zum besten.


Hier die meiner Schwester
Weihnachten naht, das Fest der Feste -
das Fest der Kinder - das Fest der Gäste.
Da geht es vorher hektisch zu...
von Früh bis Abend keine Ruh.
Vor Hetzen, Kaufen, Proben, Messen,
hat man auch leicht mal was vergessen.

So ging`s mir, keine Ahnung habend - 
vor ein paar Jahren - Heiligabend!
Der zudem noch ein Sonntag war,
ich saß noch bei der Kinderschar,
da sprach mein Weib "Tu dich nicht drücken,
du hast heut noch den Baum zu schmücken!"

Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon gschwitzt.
Den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt -
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne.
zum Schluss... , ja Himmeldonnerwetta...,
nirgends fand ich das Lametta.

Es ward meiner Frau ganz heiß
und stotternd sprach sie: "Ja, ich weiß,
im letzten Jahr war`s arg zerschliessen,
darum haben wir`s weggeschmissen.
Und in dem Trubel dieser Tage
bei meiner Arbeit, Müh und Plage
vergaß ich neues zu besorgen - 
ich werd was von den Nachbarn borgen."

Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber,
die hatten kein Lametta über!
Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden sind ja auch geschlossen.
So sprach ich dann zu meinem Knaben:
"Hört zu, wir werden heuer haben
einen Baum - altdeutscher Stiel",
weil... mir Lametta nicht gefiel.

Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen
und ich gab nach den Schmerzfontänen.
"Hört endlich auf mit dem Gezeta...
ihr kriegt `nen Baum mit viel Lametta!"
Zwar konnt ich noch nicht ganz begreifen,
woher ich nehm`die Silberstrefen.

Als ich suchte dann mein Messa - 
las ich : "Hengstenberg Mildessa"
Es war die Sauerkrautkonserve,
ich kombinier`mit Messerschärfe.
Hier liegt die Lösung eingebettet,
das Weihnachtsfest, es ist gerettet!

Schnell ward der Deckel aufgedreht,
das Kraut gepresst, so gut es geht!
Zum trocknen einzeln aufgehängt
und dann gefönt, doch nicht versengt.
Die trockenen Streifen, stark geblichen
mit Silberbronze angestrichen,
auf beiden Seiten Silberkleid
oh freue dich Du Christenheit!

Der Christbaum ward einmalig schön,
wie selten man ihn hat gesehen.
Zwar roch`s süßsauer zur Bescherung,
geruchlich gab`s ne Überquerung,
weil mit Benzin ich wusch die Hände
mit Nitro reinigte ich die Wände.

Dazu noch Räucherkerz`und Myrthe,
der Duft die Menge leicht verwirrte.
Und jedermann sprach, still verwundert:
So ist`s im technischen Jahrhundert.

Ne Woche drauf... ich saß gemütlich
im Sessel, laß die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertagsrester,
`s war wieder Sonntag und Sylvester.

Da sprach mein Weib: "Du weißt Bescheid,
es kommen heut zur Abendszeit,
Schulzes, Lehmanns und Herr Meier
zu unsere Sylvesterfeier.
Wir werden leben wie die Fürsten
`s gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten."

Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut!
Am Christbaum hängt mein Sauerkraut,
vergessen, neues zu besorgen,
ich werd was von den Nachbarn borgen!
Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber
die hatten leides keines über!

Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden waren auch geschlossen.
Und so ward wieder ich zum Retter,
nahm ab vom Baume ich das Lametta.
Mit Terpentin und viel Bedacht
hab`ich das Silber abgemacht.

Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert.
Hinzu noch Nelken, Pfeffer, Salz
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz.
Dann als das ganze sich erhitzte - 
das Kraut, das funkelte und blitzte
da konnt ich nur nach oben flehn:
"Lass den Kelch vorübergehen!"

Franziska Lehmann sprach zu Franz:
"Dein Goldzahn hat heut Silberglanz"
und einer, der da musste mal,
rief freudig: " Ich hab `nen Silberstrahl!"
So gab`s nach dieser Krautmethode
nochmanche nette Episode!
Als später dann das Kraut serviert
ist auch noch folgendes passiert:

Da eine Dame musste niesen,
sah man aus ihrer Nase spriesen
tausend kleine Silbersterne.
"Mach`s noch mal, denn wir sehen das gerne"
so rief man ringsrum hocherfreut,
die Dame wusste nicht Bescheid.

Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir
"Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär die Wohnung noch viel netter,
hättest du am Weihnachtsbaum Lamette."

Ich konnt`da gequält nur lächeln
und mir noch frische Luft zu fächeln.
Ich sprach und klopfte ihm aufs Jäckchen
im nächsten Jahr kauf`ich 100 Päckchen!

Man mag es kaum glauben aber es war bereit halb acht und ich servierte die Hauptspeise. Ich fands echt legga und für meine wildsauce bekam ich besonderes Lob *freu*. dann war es Zeit für Bescherung. Deswegen verschwanden meine Mama meine Schwester und ich in den ersten Stock wahrend mein Papa das Christkind hereinließ. Endlich klingelte es und wir liefen erwartungsvoll die Treppen ins Wohnzimmer runter. Unten leuchtete uns ein wunderschöner Christbaum, an dem Wunderkerzen blitzten, entgegen, unter dem sich ganz viele bunte päckchen versteckten. Dann sang der Chor nochmal stille Nacht ( schrecklich ;)) und es ging's ans Auspacken. Ich bekam neben vielen super tollen Geschenke ua von meinem Paps eine süße schwarze Kamera und ein saucenkochbuch, von meiner Mami ein quizspiel und ein Mac Rouge und von meiner Schwester ein Kaffeetumbler mit "The Boss" Aufschrift. Meinem daddy schenkte ich ein riesiges Acrylbild mit einer Landschaft drauf und eine Eintagesstädtereise durch Bayern am 28.12.-ich werde berichten!- und meine Mami bekam von mir eine Kaffeetasse mit Bildern von Viki Papa und mir drauf, die werden übrigens nur mit warmen Inhalt sichtbar, und einen selbstgebastelten familienterminplaner mit persönlichen Bildern. Meiner Schwester schenkte ich earwarner und ein schokofondue im Schneemanndesign. Nachdem wir alles ausgepackt hatten probierten wir mein neues quizspiel bezzerwizzer aus. War luschtig ;) dann waren wir sehhr müde und vielen in einen glücklichen Weihnachtsschlafhier die meiner schwester:




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen