What a looooooooooong day... Nach der Schule - wir schrieben übrigens Matheschulaufgabe - war es mal wieder Zeit für einen Unibesuch diesmal mit Prof Dr Thirolf in Garching. Wir unterhielten uns drei Stunden über das Buch "Der große Entwurf" von Stephan Hawking , das ist ein Buch über die physakalische Betrachtung der Weltgeschichte. Also eigentlich ist bin ich ja nicht so der Physikfreak, aber man kann das Buch eigentlich ziemlich gut verstehen und auch die drei Stunden Diskussion waren eigentlich ganz interessant.
Hier ist mal eine kurze Zusammenfassung
Ausgangspunkt des Buches ist das Konzept eines modellabhängigen Realismus. Demnach akzeptieren wir ein Erklärungsmodell dann, wenn es Ereignisse treffend vorhersagt. Gleichzeitig ist es aber möglich, dass ein anderes Erklärungsmodell mit fundamental verschiedenen Grundlagen dieselben Ereignisse ebenso treffend vorhersagt. In so einem Fall lässt sich nicht behaupten, eines der Modelle sei realer als das andere, so Hawking und Mlodinow. Diesen Ansatz nutzen die Autoren, um in ihre Einführung einer Theorie von Allem sowohl Theorien der klassischen Physik als auch der Quantenphysik integrieren zu können, obwohl unsere Alltagserfahrungen nur den Erkenntnissen der klassischen Physik entsprechen, der Quantenphysik aber widersprechen.[1]
Grundlage des quantentheoretischen Teils des Buches ist das so genannte Doppelspaltexperiment. Es zeigt, dass kleinste Lichtteilchen auf dem Weg von einem Punkt A nach Punkt B keinem vorhersagbaren Pfad folgen. Der Physiker Richard Feynman folgerte als Erster, dass dies nicht bedeute, die Lichtteilchen des Experiments würden überhaupt keinem Pfad folgen. Nach Feynmans Theorie folgen sie vielmehr allen überhaupt möglichen Pfaden. Hawking und Mlodinow übertragen diesen Gedanken unter Berufung auf den modellabhängigen Realismus aus dem Quantenbereich auf dieKosmologie des gesamten Universums. Demnach hat sich auch das Universum nicht auf einem einzigen determinierten Weg vom Urknall aus entwickelt, sondern gleichzeitig auf allen möglichen Wegen zu einer Vielzahl möglicher Universen.[2] Für die Lösung der Frage, wie alle diese Welten zeitlich und räumlich parallel existieren können, verweisen die Autoren auf die Modelle der Stringtheorie. Die Allgemeine Relativitätstheorie wird zur Auflösung des Problems der Entstehung des Universums herangezogen. Hawking und Mlodinow erklären, dass nach Einsteins Theorie die Zeit in der Phase des Urknalls als räumliche Dimension verstanden werden muss, die nichts mehr mit unserem alltäglichen Zeitverständnis zu tun hat. Die so genannte Raumzeit wird an dieser Stelle analog wie eine geschlossene Oberfläche ohne Rand beschrieben. Die Frage nach dem Beginn der Zeit (wie nach einem Rand) ist in der Argumentation damit hinfällig, weil dieser Beginn genau so wenig bestimmbar ist wie ein Punkt südlich des Südpols.[3]
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen